Was EEG-Scans über Ihren MBTI-Typ verraten
Dario Nardis EEG-Forschung enthüllt die einzigartigen neurologischen Muster von MBTI-Typen und bietet tiefe Einblicke in Persönlichkeit und kognitive Funktionen.
Dario Nardis EEG-Forschung enthüllt die einzigartigen neurologischen Muster von MBTI-Typen und bietet tiefe Einblicke in Persönlichkeit und kognitive Funktionen.
Dario Nardis EEG-Forschung zeigt, dass MBTI-Typen und Jungs kognitive Funktionen mit spezifischen, messbaren Mustern elektrischer Aktivität im Gehirn korrespondieren. Seine Studien, darunter eine mit fast 70 Probanden, belegen, dass bestimmte Typen wie INFPs und INTPs bei Aufgaben unterschiedliche Hirnregionen aktivieren – ein empirischer Nachweis, dass unsere kognitiven Prozesse konkrete neurologische Auswirkungen haben.
Wir alle kennen einen INFP, der in seiner Fantasiewelt lebt. Aber was wäre, wenn Siesehen könnten, wie diese Fantasie in einem Hirnscan aufleuchtet? Dario Nardis Forschung legt nahe, dass dies möglich ist.

Ich erinnere mich an ein Treffen in einem engen Café, umgeben von Studierenden, als mich ein Gespräch aufhorchen ließ. Eine INFP-Studentin erzählte leidenschaftlich, wie ihre Identität mit ihren kreativen Bestrebungen verwoben war. Der Unterschied war frappierend. Die INFP – ganz Identität und Kreativität. Der INTP – reine analytische Logik. Beide Ansätze waren valide. Und völlig unterschiedlich.
Was dann geschah, war ein glücklicher Zufall. Ich stieß auf Dario Nardis EEG-Studien, die nahelegten, dass bestimmte Persönlichkeitstypen bei verschiedenen Aufgaben unterschiedliche Hirnregionen aktivieren.
Nardi (2013) führte eine Studie mit fast 70 Probanden durch, die zeigte, dass Personen mit demselben vierbuchstabigen MBTI-Typ bei spezifischen Aufgaben konsistent ähnliche Hirnregionen nutzten. Beispielsweise aktivierten INFPs Bereiche, die mit Identität und Vorstellungskraft verknüpft sind, während INTPs Regionen für logisches Schlussfolgern beanspruchten.
Nardis EEG-Forschung aus dem Jahr 2020 zeigte, dass jeder der acht jungschen kognitiven Prozesse mit spezifischen Mustern elektrischer Aktivität im Neokortex korreliert. Das war bahnbrechend! Es lieferte empirische Belege für Jungs Theorien zu Persönlichkeitstypen, die bisher vor allem auf Beobachtungen beruhten.
Die Wissenschaft bestätigte etwas Wichtiges: Unsere kognitiven Funktionen sind keine abstrakten Konzepte – sie haben konkrete, messbare Auswirkungen auf unsere Hirnaktivität. Das wirft eine spannende Frage auf: Könnten wir unsere kognitiven Funktionen trainieren, so wie wir unsere Muskeln trainieren?
Die Beweislage ist gemischt, ob diese Hirnmuster Verhalten definitiv vorhersagen können, aber sie beleuchten zweifellos, wie wir Informationen verarbeiten.
Ich hatte die Gelegenheit, dies in einem Gruppenprojekt mit Studierenden verschiedener Persönlichkeitstypen aus erster Hand zu beobachten. Eine INFJ-Studentin glänzte darin, komplexe Ideen in zusammenhängende Narrative zu verwandeln. Eine INFP-Studentin hingegen schien stärker auf die emotionale Wirkung unserer Themen eingestellt zu sein und betonte den Einfluss unseres Projekts auf die Gemeinschaft.
Ihre unterschiedlichen Herangehensweisen machten mir klar, dass unsere kognitiven Funktionen nicht nur bestimmen, wie wir denken, sondern auch, wie wir miteinander interagieren. Nardis Erkenntnisse zum Unterschied zwischen INFPs und INFJs unterstreichen dies. Er zeigte, dass INFPs beim Zuhören starke Aktivität in auditiven Regionen aufweisen, während INFJs sich stärker auf Wortinhalt und Bedeutung konzentrieren.
Obwohl ich von diesen Erkenntnissen begeistert war, erkannte ich auch die Grenzen der EEG-Forschung. Die Befunde sind zwar überzeugend, aber sie zeigen eher Korrelationen als kausale Zusammenhänge zwischen Hirnaktivität und kognitiven Funktionen auf. Zudem gibt es individuelle Unterschiede innerhalb der Persönlichkeitstypen. Nur weil INFPs generell bestimmte Hirnregionen aktivieren, heißt das nicht, dass jeder INFP dieselben Muster zeigt.
Ich erinnerte mich an ein Gespräch mit meinem Freund Marcus, einem INTP, der sich oft missverstanden fühlte, weil er nicht immer dem Klischee seines Typs entsprach. Seine Erfahrungen machten mir klar, dass Forschung zwar Rahmenbedingungen liefert, die Komplexität menschlichen Verhaltens sich aber oft nicht in klare Kategorien pressen lässt.
Ihre kognitiven Funktionen zu verstehen, kann ein Wendepunkt sein. Hier sind zwei Übungen für den Einstieg:
1. Die 60-Sekunden-Gedankenflut: Stellen Sie einen Timer und schreiben Sie alles auf, was Ihnen durch den Kopf geht. Handelt es sich um eine logische Analyse (Ti) oder ein Netz persönlicher Werte (Fi)?
2. Der Erklärungstest: Versuchen Sie, einem Freund ein komplexes Thema zu erklären. Nutzen Sie einen Schritt-für-Schritt-Prozess (Te) oder eine ganzheitliche Metapher (Ni)?
Beim Schreiben dieses Artikels habe ich über meine eigene Persönlichkeitsentwicklung reflektiert. Ich habe gelernt, dass es bei kognitiven Funktionen nicht darum geht, in eine Schublade zu passen, sondern die einzigartigen neurologischen Muster zu erkennen, die unser Denken und Handeln prägen.
Trotzdem bleiben Fragen offen. Wie berücksichtigen wir die vielen Einflüsse auf die Persönlichkeit – kulturelle, situative und entwicklungsbedingte? In meiner weiteren Arbeit möchte ich diese Komplexitäten erforschen und Forschung mit praktischen Anwendungen verbinden.
Academic MBTI researcher and university lecturer bridging the gap between academic personality psychology and everyday understanding. Elena respects the complexity of the science while making it accessible to all.
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